WE IN THE WOODS
UNSER REISEAUSGLEICHSWALD


2026_06

_01_BEGEHUNG MIT DEM FÖRSTER

Gute und schlechte Nachrichten aus dem Wald 🌳🌲

Heute waren wir mit Förster Jakob Haas M. Sc. von der Waldbesitzervereinigung Traunstein zur ersten ausführlichen Begehung unseres Reiseausgleichswaldes unterwegs. Eines vorweg - es war wahnsinnig interessant und lehrreich sich mit einem Profi über unsere bisherigen Wahrnehmungen und Überlegungen auszutauschen.

Die weniger erfreuliche Nachricht zuerst: Fast alle unsere Eschen sind vom Eschentriebsterben betroffen. Zwei sind bereits umgestürzt, weitere, die auf dem Weg landen könnten, müssen entnommen werden. Für uns überraschend, denn wir hatten die Bäume nicht als krank wahrgenommen.

Viel wichtiger ist aber die Gesamteinschätzung des Fachmanns: Der Wald ist insgesamt in einem guten Zustand. Der Bestand ist deutlich vielfältiger, als wir angenommen hatten, in großen Bereichen übernimmt der Wald seine Zukunft selbst – und unsere Aufgabe besteht nur darin, die Naturverjüngung zu begleiten.

Auf der Fläche, wo im vergangenen Jahr Bauholz entnommen wurde, werden wir im Herbst nachpflanzen. Geplant ist ein vielfältiger Mischbestand mit Baumarten, die gut zum Standort passen. Dafür gibt es Förderungen, die einen Teil der Kosten abdecken. Die WBV begleitet die Planung, übernimmt die Antragstellung, berät bei den Entscheidungen und unterstützt bei der Umsetzung der Maßnahmen. Für Wald-Neulinge wie uns eine enorme Hilfe!

Besonders ins Herz geschlossen habe ich, Ines, einen Bereich des Waldes, der sich völlig anders anfühlt als der Rest. Dort ist der Boden feucht und fast sumpfig. Zwischen hohen Grasbüscheln wachsen Weiden, Holunder, Ebereschen, Schneeball, uvm. Das Licht fällt offen auf den Boden, alles wirkt ein wenig wilder als im übrigen Wald. Diesen Bereich könnten wir mit Erlen und Weiden bereichern.

Je öfter wir dort sind, desto besser lernen wir die Waldbewohner kennen. Am Seeufer haben wir die Spuren eines Bibers entdeckt. In den jungen Tannenbeständen sehen wir regelmäßig Rehe, Hasen benutzen die gleichen Wege wie wir durch das hohe Gras und über den alten Kiefern kreisen große Greifvögel.

Eine Frage stellte uns Förster Jakob gleich zu Beginn: Was für einen Wald wünscht ihr euch?
Einen möglichst ertragreichen Wirtschaftswald?
Einen vielfältigen Mischwald?
Oder einen Wald, der sich weitgehend selbst überlassen bleibt?

Unsere Antwort liegt irgendwo zwischen den letzten beiden Varianten. Wir möchten einen lebendigen, vielfältigen Wald, der möglichst viel selbst regeln darf und nur dort Unterstützung erhält, wo sie wirklich nötig ist. In dieser Richtung sind wir auf dem Weg - es gibt Arbeit zu tun, aber keine Großbaustellen. Vor allem aber gibt es viele Gründe, sich auf die kommenden Jahre zu freuen, in denen wir dem Wald beim Wachsen zusehen. 💚




2026_05

_BADEPLATZ OPENING

Erste Gäste und letzte Arbeiten am Seegrund - die Badesaison ist eröffnet. Außerdem hat Gunther in ein sportliches gebrauchtes Kajak investiert und ich in eine weniger sportliche Liege - die hat es allerdings noch nicht bis zum See geschafft. :-D




2026_04

_FRÜHLING AM SEE

Nicht nur wir genießen die ersten warmen Frühlingstage. Da die wichtigsten Arbeiten am See erledigt sind, bauen wir seit langem wieder einmal unser Nortik Kajak zusammen und gehen paddeln.




2026_03

_PROJEKTSTART "REISEAUSGLEICHSWALD"

Mit dem Defender geht es zu den ersten Arbeiten ins Seeholz am Tachinger See - ein idealer Ausgleich zu den unangenehmen Terminen rund um den Unimog. Wir fällen Bäume, bauen einen Naturzaun und bringen Licht auf den Teil des Waldes, den wir in der Freizeit nutzen wollen. Die restlichen 2 Hektar bekommen später Aufmerksamkeit...







Was passiert, wenn man einen Wald einfach Wald sein lässt? 🌲

Unser kleiner Wald am Ostufer des Tachinger Sees wurde jahrzehntelang ganz klassisch genutzt: Bauholz, Brennholz, Hackschnitzel. So werden in Deutschland 95 % der Wälder bewirtschaftet.

Wir möchten einen anderen Weg gehen:

Ein abgeholzter Bereich soll mit klimaresistenten Baumarten aufgeforstet werden. Gleichzeitig soll der Wald künftig nicht mehr als Nutzwald dienen, sondern als Dauerwald einfach wachsen dürfen.

Durch diese Veränderungen könnte unsere Fläche langfristig rund 10 Tonnen CO2 zusätzlich pro Jahr binden.

Das Spannende daran: Das entspricht ziemlich genau unseren jährlichen Reiseemissionen.


Wie wir auf diese Zahl kommen:

Der LKW verbraucht etwa 20 Liter Diesel pro 100 km.

Bei ungefähr 20.000 km Reise pro Jahr ergibt das:

→ 4.000 Liter Diesel

Ein Liter Diesel verursacht etwa 2,65 kg CO2.

→ 4.000 L × 2,65 kg = ca. 10.600 kg CO2

Also rund 10 Tonnen CO2 pro Jahr.