3 Wochen waren wir mit unseren Geländewagenfreunden Isabella und Uwe in Bosnien und Herzegovina & Kroatien unterwegs, über einen kurzen Abstecher zum Tagliamento ging es abschließend für uns zur "Adventure Southside"
SA_20.06._Mreznicki Brig: Camp Slapic südwestlich von Karlovac ist gut besucht, denn es gibt viele Plätze direkt am Fluss und die Mreznica bietet eine wunderbare Abkühlung.
SO_21.06._Nationalpark Una: Abstecher zum bekannten Lost Place 'Spomenic Petrova Gora' - ein faszinierendes, futuristisches Monument mitten in den Wäldern Kroatiens. 1 Stunde Wartezeit bei der Einreise nach Bosnien, danach erste Station: Wasserfall Štrbački Buk. Die Nacht verbringen wir im Autocamp Suad direkt am eiskalten Fluss Una, der dank einer Alge eine traumhaft schöne dunkeltürkise Farbe hat.
MO_22.06._Nationalpark Una: Kurzer Stopp in Martin Brod, danach entpuppt sich unser geplanter Track leider als nicht fahrbar. Also Planänderung: Wir besuchen die Höhle Pećina Ledenica – ein wildes, vergessenes Naturwunder, das wir mit Taschenlampen erkunden. Weiter geht es in die Berge, unser Nachtplatz liegt heute auf 1500m am Šatorsko Jezero.
DI_23.06._Dinara Gebirge: Auf dem Weg in die Berge fahren wir über dicht verwachsene Wege durch verlassene Dörfer. Der wenig befahrene Offroad Track durch das Dinara Gebirge entlang der Grenze zu Kroatien ist traumhaft schön. Wir begegnen hier 24 Stunden niemandem.
MI_24.06._Livno: Auf holpriger Strecke geht es hinunter ins Tal und durch ein sehenswertes Feuchtgebiet nach Livno: Einkaufen, Essengehen (frisches Burek und Getränke für 4 Personen um 20 Euro) und Wasser füllen. Danach fahren wir auf das Kruzi Plateau oberhalb von Livno hoch. Hier streifen mehrere hundert Wildpferde frei über die Hochebenen des Cincar-Gebirges. Die Tiere sind Nachfahren ehemaliger Arbeitspferde und leben seit Jahrzehnten ohne menschliche Betreuung in der rauen Berglandschaft. Heute zählen sie zu den bekanntesten Naturattraktionen Bosniens und stehen wie kaum etwas anderes für Freiheit und Wildnis. Sie zu beobachten ist ein absolutes Highlight für alle, die Pferde lieben! An einem Wasserloch treffen wir ca. 300 Pferde an, sie gehören in einzelnen Familien von bis zu 15 Mitgliedern zusammen - Hengste und Stuten mit vielen Fohlen. Man kann sich ihnen problemlos nähern, auch vor den Autos haben sie keine Angst. Unseren Nachtplatz finden wir unweit gegenüber. Von da aus können wir sie noch den ganzen Abend und auch am nächsten Morgen mit dem Fernglas beobachten.
DO_25.06._Busko Jezero: Auf holpriger Straße geht es wieder ins Tal. An Uwes Toyo löst sich die Auspuffhalterung, mit Draht kann er es fixieren bis zu nächsten Werkstatt in Tomislavgrad. Dort schweißen zwei Jungs in 10 Minuten die Sache wieder zusammen und geben uns noch einen super Lokaltipp zum Mittagessen. Anschließend setzen wir den Weg fort und finden am Stausee Busko Jezero einen idealen Platz am Strand.
FR_26.06._Busko Jezero: Der Platz ist so schön, dass wir kurzerhand beschließen eine zweite Nacht zu bleiben. Und einen Faulenzer Tag einzulegen.
SA_27.06._Konjsko: Der Fahrtag geht wieder ins Gelände. Einen Zwischenstopp legen wir am Blidinjsko Jezero zum Mittagessen ein. Die Nachtplatzsuche gestaltet sich etwas mühsam, da hier auf jeder Lichtung eine Hütte steht, aber am Ende des Tages finden wir ein ruhiges Camp im Wald über der Hochebene.
SO_28.06._Mostar: Wir verlassen die Hochebene des Blidinje Naturparks und beziehen einen Stellplatz am Camping Neretva in Mostar. Die Neretva ist eiskalt, aber uns ist so heiß, dass wir ihre 13 Grad zum Cooldown dankbar nutzen. Bei 40 Grad Sightseeing - zum Glück gibt es genug Lokale mit Wassersprühern. Von einer gegenüberliegenden Terrasse schauen wir dem bunten Treiben um die Stari Most, dem Wahrzeichen der Stadt zu.
MO_29.06._Alagovac Jezero: Wir spazieren noch über den Skywalk und verlassen dann das heiße Mostar Richtung Berge. Ab 1200m wird es wieder erträglich. Wir erklimmen den Gipfel der Brasina (1.897m) im Velež-Massiv und stehen am Abend auf einem wunderbaren Platz am Alagovac Jezero, wo uns zwei superliebe große Rüden Gesellschaft leisten.
DI_30.06._Alagovac Jezero: Die Temperatur auf 900m ist perfekt, der See ist toll zum Schwimmen, wir bleiben eine zweite Nacht. Da sich neben uns eine große slowakische Gruppe einparkt, wandern wir ein paar Meter weiter auf den nächsten schönen Platz. Eine gewittrige Nacht später ziehen wir weiter.
MI_01.07._Kladopoljsko Jezero: Wir durchstreifen einsame Landstriche. Beim Mittagsstopp am Crvanjsko Jezero spricht uns ein Einheimischer an und fragt uns, wie um Himmelswillen wir diesen abgelegenen Ort gefunden haben. Uwe zeigt ihm seine geplante Route und wir bekommen noch ein paar Tipps, wo es ähnlich schön ist. Danach geht es auf rumpeliger Piste (oder ist es mehr ein Wanderweg?) wieder hinauf auf 1300m zu einem einsamen Bergsee. Aber er ist auf den zweiten Blick gar nicht so einsam wie gedacht, denn hier haben 2 Frauen und ein Mann mit ihren 4 Pferden eine verlassene Hütte bezogen. Sie laden uns auf einen Rakija ein, aus dem natürlich mehrere werden, wir unterhalten uns mit Händen und Füßen, zeigen Bilder auf dem Handy. Die drei sind im Sommer hier oben um Irisch Moos zu sammeln. Eine Heilpflanze, für die sie im Tal 4,5 Euro pro Kilo bekommen - eine harte Arbeit, denn die Flechte ist im getrockneten Zustand federleicht.
DO_02.07._Orlovačko Jezero: Nach einem Kaffeestopp in Kalinovik machen wir am Orlovasko Jezero eine Mittagspause. Wir nehmen 3 Junge Leute mit, die auf dem Weg zu einem Rainbow-Gathering sind. Ein ca. 25 Jahre alter Weißrusse berichtet uns über die politische Lage in seinem Land, in das er seit 6 Jahren nicht zurückkehren kann, da er 2020 an den Protesten teilgenommen hat. Wir machen eine Wanderung Richtung Bregoc (2014m), brechen aber vor dem Gipfel ab, da wir wegen des dichten Nebels nichts mehr sehen. Auch wenn das Wetter bei uns nicht mitgespielt hat, das Gebiet um den Orlovačko Jezero im National Park Sutjeska können wir zum Wandern sehr empfehlen.
FR_03.07._Camp Stipan: Da in den Bergen extremer Wind angesagt ist, fahren wir in das Gebiet der Neretva und versuchen vergeblich einen Stellplatz am Fluss zu finden. Entnervt und hungrig checken wir letztendlich am nächstgelegenen Campingplatz ein, der sich als Glücksgriff entpuppt. Der Platz am Fluss ist sehr gepflegt und nett angelegt, das Essen hervorragend. Der nette Kellner Ivan spricht super Deutsch - Tag gerettet.
SA_O4.07._Krvavica: Wir planen anstatt der Bergetappe ein paar Offroad Tracks auf der Insel Brac zu fahren. Als wir an der Fähre in Makarska ankommen, stellen wir fest, dass diese und auch die nächste und letzte bereits voll sind. Also wieder nächster Campingplatz - Autocamp Krvavica. Das erste Schwimmen im Meer dieser Reise ist wunderbar, die kroatische Adria mit ihrem kristallklaren Wasser einfach ein Traum!
SO_05.07._Murter: Viele Jahre waren Uwe und Isabella am Auto Camp Nikola Stammgäste, auch wir waren mit ihnen schon vor 4 Jahren einmal hier. Es ist ein Platz, der sich nach Freistehen anfühlt. Da Preis-Leistung für viele Camper hier nicht passt, ist das umso besser für uns, denn man bekommt immer einen Platz. 🙂 Wir gehen in Betina zur "Pizzagöttin" Essen und sitzen anscheinend mit einem guten Fläschchen Wein am Meer.
MO_06.07._Senj: Nach einem heißen Badetag, essen wir noch in der Konoba Treva zu Abend und dann verabschieden wir uns von Isabella und Uwe, die noch 2 Nächte auf Murter bleiben. Für uns geht es weiter Richtung Nordwesten, denn wir sind am Freitag auf der Adventure Southside verabredet. Die Nacht verbringen wir am Aussichtsplatz Vidikovac Liskovac im Velebit.
DI_07.07._Tagliamento: Wasserfüllen in den Bergen und dann geht es weiter durch Slowenien an Triest vorbei. Einkaufsstopp in Palmanova und am Nachmittag parken wir uns am Fluss ein. Der Tagliamento führt wenig Wasser, aber für eine Abkühlung reicht es.
MI_08.07._Tagliamento: Entspannungstag mit Spazieren gehen, lesen, kochen, essen und Lagerfeuer.
DO_09.07._Haidersee/Reschenpass: Wir setzen unsere Reise Richtung Adventure Southside fort und tingeln durch Friaul und Trentino nach Südtirol. Ein Cappuccino Stopp in Cismon del Grappa lässt uns schmunzeln, denn hier kann man im Pub Nazionale ein frisch gezapftes Schönramer bestellen. Die angenehm kühle Nacht verbringen wir am Reschenpass (empfehlenswerter Stellplatz beim Camping zum See).
FR_10.07._Friedrichshafen: Auf der Adventure Southside endet unsere Sommer-Tour '26. Reisefreunde treffen, Fahrzeuge besichtigen und Reiseberichten aus Südamerika lauschen.